Begabungsförderung

2018/19

In diesem Schuljahr können wir die Begabtenförderung ausweiten und bieten nun auch Begabtenförderung Englisch, sowie Coding und Robotics an.

2017/18

In diesem Jahr wünschten sich die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen einerseits mündliches und schriftliches Spielen mit Sprachen. In diesem Sinne wurden Lautgedicht und visuelle Gedichte verfasst und vorgetragen. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf den österreichischen Dichter und Schriftsteller Ernst Jandl gelegt. Andererseits kamen wir dem Wunsch nach freiem Sprechen nach. In diesem Sinne konnten alle Freiwilligen ohne Angst und Lampenfieber ihrer Redelust freien Lauf lassen.

Auch in der vierten Klasse lag das Hauptaugenmerk auf dem Sprechen. In Hinblick auf Vorstellungsgespräche und das Präsentieren in weiterführenden Schulen kamen das Arbeiten an Mimik, Gestik und stressfreies Sprechen in den Blick.

Ebenso konnte dem von den Drittklässlern zum Ausdruck gebrachte Wunsch nach einer Neuauflage des Poetry Slams (Dichterwettstreit) nachgekommen werden, es wurde bis zum letzten Augenblick geschrieben und geprobt. Denjenigen Schülerinnen und Schülern, die keine Panik davor hatten, auch samstags bis spät abends in der Schule zu proben, sei an dieser Stelle nochmals gedankt!

Die TeilnehmerInnen entwickelten unterschiedlichste kreative Texte, bei dem alle Themen und Genres erlaubt waren. Als Opferlamm, um das Publikum auf den Wettbewerb einzustimmen, stellte sich unsere ehemalige Schülerin Alina Grasnek bei der Veranstaltung am 18. Juni 2018 mit ihrem Text „Glück“ zur Verfügung. Dann performten Lukas, Julia und Viktoria, Albina, Lisa und Sabrina, Nico, Alina und Jasmin, Janine und Lea, Philipp und Fabian, Leonie, Luise und Michi ihre Poesie, die knallt. Zusätzlich wurde von Jana, Lara, Angelika und Raphael aus den ersten Klassen „Ottos Mops“ von Ernst Jandl neuinterpretiert und szenisch dargestellt.

Gäste über die Bezirks- und Bundeslandgrenzen hinaus konnten diesmal für den Poetry Slam begeistert werden und unterstützen beim Motivieren, Applaudieren und Voten. Der ein oder andere war überrascht, was Kinder und Jugendliche mit Wörtern und Sprache zum Ausdruck bringen können.

Schlussendlich ist klar, dass alle, die auf der Bühne standen und sich dem Wettstreit stellten, Sieger sind und uns alle mit Stolz erfüllten.

 


2016/17

Die Begabungsförderung im Schuljahr 2016/17 stand unter dem Aspekt der Fünfzig-Jahr-Feier unserer Schule. Schüler und Schülerinnen der zweiten Klassen überlegten sich gemeinsam Fragen, welche sie ehemaligen AbsolventInnen stellen wollten; die Interviews wurden sodann von Julia Steiner und Luise Pauer durchgeführt. Zudem wurden unzählige eigenständige Texte (Gedichte, Raps, Poetry Slams) von David Jagoschütz, Lukas Grubits, Philipp Kabelik, Jannik Geisinger, Daniel Kern, Luise Pauer, Julia Steiner, Erik Strümpf, Alina Tremmel und Fabian Tröscher verfasst.

In der 3b entwickelten Lernende die Idee eines Mundartgedichtes, in dem alle Lehrenden der NMS Kobersdorf geehrt werden.

Anna Wildzeiß, Verena Horvath, Lara Hausensteiner aus der 4a sowie Nina Berghöfer aus der 4b schrieben gemeinsam ein Gedicht zum Abschluss ihrer Zeit hier an der Schule.

 


2015/16

Poetry Slam der NMS Kobersdorf

am 15.6.2016

Der Poetry Slam ist im deutschsprachigen Raum seit 1993 bekannt und wird mit den Begriffen „Dichterwettbewerb“,„Dichterschlacht“ oder aber auch als „Dichterwettkampf“ übersetzt. Diese besondere Art von Unterhaltungsliteratur kann als Bestandteil der aktuellen Jugendkultur angesehen werden. Gerade deshalb scheint jene Form der Dichtkunst besonders wichtig für den Deutschunterricht zu sein, um den Schülerinnen und Schülern so einen attraktiver Zugang zur Literatur zu bieten, bei dem es nicht nur um den Inhalt des Textes, sondern auch um die Vortragsweise geht.

Um allen Freiwilligen und Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, überlegten wir uns im Vorfeld, die Kinder der ersten bis dritten Klassen auch in Teams antreten zu lassen und einen Book-Slam, bei dem auf Texte von anderen Autoren zurückgegriffen werden kann, zuzulassen.

Grundsätzlich werden beim Poetry Slam das Schreiben, das Lesen, das Sprechen, das Zuhören, das Nachdenken über Sprache sowie die Kompetenzen im Präsentieren und Moderieren, das Selbstbewusstsein und die Performance gefördert.

Der Ablauf des themen- und formoffenen (Rap, Reim, uvm.) Wettbewerbs wird zu Beginn von einem Moderator bzw. einer Moderatorin erklärt und im weiteren Verlauf von diesen angeleitet.

Innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits müssen die auswendig gelernt vorgetragenen oder vorgelesenen Texte auf der Bühne präsentiert werden. Nach jedem Beitrag stimmt eine aus dem Publikum vom Moderator ausgewählte Jury, die etwa aus zehn Personen besteht, mit Punkten von eins bis zehn ab. Die Bestnote und die schlechteste werden bei dieser Wertung gestrichten, alle anderen Punkte werden zusammengezählt. Somit ist das Publikum nicht passiv, sondern aktiv miteinbezogen. Bei abschließendem Gleichstand mehrerer Poeten erfolgt ein Stechen. Der Sieger/Die Siegerin erhält einen symbolischen Preis.

Wir verstehen den Poetry Slam als eine für Verfasser/innen und Zuhörer/innen leicht zu erwerbende Eintrittskarte in die Welt der Literatur, bei dem unzählige Kompetenzen in Hinblick auf die Bildungsstandards erlernt werden können:

Kompetenzbereich Zuhören und Sprechen

  • Altersgemäße mündliche Texte im direkten persönlichen Kontakt oder über Medien vermittelt verstehen:
  1. Schüler/innen können das Hauptthema gesprochener Texte erkennen
  2. Schüler/innen können die wesentlichen Informationen gesprochener Texte verstehen
  3. Schüler/innen können die Redeabsicht gesprochener Texte erkennen
  4. Schüler/innen können stimmliche (Lautstärke, Betonung, Pause, Sprechtempo, Stimmführung) und körpersprachliche (Mimik, Gestik) Mittel der Kommunikation erkennen
  • Gespräche führen:
  1. Schüler/innen können in standardisierten Kommunikationssituationen (Bitte, Beschwerde, Entschuldigung, Vorstellungsgespräch, Diskussion) zielorientiert sprechen
  2. Schüler/innen können die Sprechhaltungen Erzählen, Informieren, Argumentieren und Appellieren einsetzen
  • Inhalte mündlich präsentieren:
  1. Schüler/innen können artikuliert sprechen und die Standardsprache benutzen
  2. Schüler/innen können stimmliche (Lautstärke, Betonung, Pause, Sprechtempo, Stimmführung) und körpersprachliche (Mimik,Gestik) Mittel der Kommunikation in Gesprächen und Präsentationen angemessen anwenden
  3. Schüler/innen können in freier Rede und gestütztauf Notizen Ergebnisse und Inhalte sach- und adressatengerecht vortragen

Kompetenzbereich Lesen

  • Ein allgemeines Verständnis des Textesentwickeln:
  1. Schüler/innen können das Hauptthema einesTextes/eines Textabschnittes erkennen
  2. Schüler/innen können die Gliederung eines Textes erkennen

Eine textbezogene Interpretation entwickeln:

  1. Schüler/innen können durch das Herstellen von Bezügen zwischen Textstellen die Bedeutung von Wörtern und Phrasen aus dem Kontext ableiten
  • Den Inhalt des Textes reflektieren:
  1. Schüler/innen können Intentionen und vermutliche Wirkungen von Texten und Medienangeboten reflektieren
  2. Schüler/innen können Eigenschaften, Verhaltensweisen und Handlungsmotive von Figuren in altersgemäßen literarischenTexten reflektieren

 

Kompetenzbereich Schreiben

  • Texte planen:
  1. Schüler/innen können Methoden der Stoffsammlung (z.B. Mindmap, Cluster) anwenden
  2. Schüler/innen können die Textstruktur in Hinblick auf Textsorte und Schreibhaltung festlegen
  3. Schüler/innen können ihren sprachlichen Ausdruck an Schreibhaltung und Textsorte anpassen
  4. Schüler/innen berücksichtigen Textadressaten und Schreibsituation
  • Texte verfassen
  1. Schüler/innen können beim Schreiben eigener Texte die grundlegenden Mittel des Erzählens (Orientierung, Konfliktaufbau, Konfliktlösung) anwenden
  2. Schüler/innen können Sachverhalte und Inhalte nachvollziehbar, logisch richtig und zusammenhängend formulieren
  3. Schüler/innen können unter Einhaltung wesentlicher Kommunikationsregeln an einer altersgemäßen medialen Kommunikation teilnehmen (z. B. E-Mail, Leserbrief …)
  • Texte überarbeiten:
  1. Schüler/innen können fremde und eigene Texte nach vorgegebenen Kriterien inhaltlich optimieren
  2. Schüler/innen können fremde und eigene Texte nach vorgegebenen Kriterien sprachlich und orthografisch optimieren
  3. Schüler/innen können fremde und eigene Texte im Hinblick auf Erfordernisse der Textsorte optimieren

 

Kompetenzbereich Sprachbewusstsein

  • Text- und Satzstrukturen kennen und anwenden
  • Wortarten und Wortstrukturen kennen und anwenden
  • Über einen differenzierten Wortschatz verfügen und sprachliche Ausdrucksmittel situationsgerecht anwenden
  • Über Rechtschreibbewusstsein verfügen